Zwei Änderungen greifen ineinander und verändern, wie Copilot beschafft wird.

Klare Grenze in den Office-Anwendungen

Seit Juni sind die Copilot-Funktionen innerhalb von Word, Excel, PowerPoint und OneNote auf Personen mit entsprechender Lizenz beschränkt. Die Zeit der unscharfen Übergänge, in der einzelne Funktionen auch ohne Lizenz erreichbar waren, ist damit vorbei.

Praktisch heisst das: Wer bisher davon ausging, dass «etwas Copilot» für alle da ist, wird die Lücke bemerken und muss entscheiden, für wen sich die Lizenz lohnt.

Copilot fest in den Business-Paketen

Seit dem 1. Juli gibt es zwei neue Pakete, in denen Copilot fest enthalten ist: Business Standard mit Copilot zu 23.50 US-Dollar und Business Premium mit Copilot zu 32 US-Dollar pro Person und Monat. Die bisherigen Pläne bleiben separat erhältlich, die Sonderpreise für den Zusatz laufen bis Ende 2026.

Bemerkenswert ist die Botschaft dahinter: Copilot ist kein Aktionsangebot mehr, sondern Teil des regulären Angebots.

Unsere Einordnung

Die Kombination ergibt eine klare Entscheidung, die keine mehr aufschieben kann: Entweder eine bewusst ausgewählte Gruppe wird lizenziert oder Copilot wird über das Paket zum Standard für alle.

Beides ist vertretbar. Was nicht funktioniert, ist der Mittelweg aus Hoffnung: einige Lizenzen kaufen und erwarten, dass sich der Nutzen von selbst verbreitet. Nach unserer Erfahrung entsteht Wirkung dort, wo eine Abteilung vollständig ausgestattet ist und ihre Abläufe darauf umstellt. Nicht dort, wo einzelne Personen als Inseln ausprobieren.

Für die Rechnung empfehlen wir einen ungewohnten Blickwinkel: Nicht fragen, was die Lizenz kostet, sondern welche wiederkehrende Tätigkeit sie ersetzen soll. Fällt die Antwort schwer, ist der Zeitpunkt noch nicht gekommen.