In Italien hat eine Bankentochter nach gefälschten Nachrichten und einem Anruf mit künstlich erzeugter Stimme 95 Millionen Euro überwiesen. Ein grosser Teil liess sich zurückholen, rund 36 Millionen gelten als verloren. Das Bundesamt für Cybersicherheit verzeichnet hierzulande ebenfalls mehr Fälle von Chef-Betrug, zuletzt 971 gegenüber 719 im Vorjahr.
Bisher galt ein Rückruf bei einer vertrauten Person als verlässliche Kontrolle. Mit geklonten Stimmen trägt diese Annahme nicht mehr. Hinzu kommen Messenger-Dienste, in denen keine Firmenfilter greifen.
Wir raten deshalb, die Sicherheit im Ablauf zu verankern: zwei Personen für Zahlungen und für geänderte Bankverbindungen von Lieferanten, Rückfragen nur über bekannte Nummern, keine Abkürzungen auf Zuruf der Geschäftsleitung und eine klare Anleitung, im Schadenfall sofort die Bank zu verständigen.