Beim monatlichen Sicherheitsupdate im Oktober hat SAP eine Schwachstelle mit der höchsten Bewertungsstufe gemeldet. Betroffen ist eine Bibliothek für Python, mit der eigene Anwendungen an SAP-Cloud-Dienste angebunden werden. Über die Lücke können technische Zugangsdaten an Dritte gelangen, die dann auf verbundene Systeme zugreifen könnten.

Der Fall betrifft nicht den Standard, den SAP selbst betreibt, sondern Erweiterungen, die Kunden oder Partner gebaut haben. Diese liegen in der Verantwortung des Unternehmens.

Wir raten deshalb zu einem Verzeichnis aller Erweiterungen mit den verwendeten Bibliotheken und Versionen, zu eng begrenzten Rechten für technische Benutzer und zu einer klaren Regelung mit dem Partner, wer Sicherheitshinweise verfolgt. Wo die betroffene Bibliothek im Einsatz ist, sollten Version und Zugangsdaten umgehend erneuert werden.