Wer Sprachmodelle im Betrieb einsetzt, merkt rasch: Das Ergebnis hängt weniger vom Modell ab als von der Formulierung der Aufgabe. Das viel gelesene Google-Whitepaper zum Prompt Engineering beschreibt dafür einen stabilen Werkzeugkasten: Anweisungen ohne Beispiel, mitgelieferte Musterfälle, gesetzte Rollen, schrittweise Denkketten.
Im ERP-Alltag hat jede Technik ihren Ort. Standardauskünfte im Vertrieb brauchen knappe, eindeutige Anweisungen. Angebote in gleichbleibender Sprache entstehen verlässlicher, wenn ein Musterdokument mitgegeben wird. Für Finanzauswertungen lohnt sich eine hinterlegte Grundregel, dass jede Antwort mit Trend und Empfehlung schliesst. Bei Konflikten in den Stammdaten hilft es, mehrere Bereinigungswege durchspielen zu lassen, statt die erste Idee zu übernehmen.
Unser Rat an mittelständische Betriebe: Techniken benennen, dokumentieren und im Team teilen. Erst dann werden Antworten aus Sprachmodellen reproduzierbar und damit betrieblich brauchbar.