Ein europäischer Cloud-Verband hat SAP in seiner Wettbewerbsbeobachtung neu als bedenklich eingestuft. Anlass sind Regeln, nach denen KI-Agenten fremder Anbieter nicht mehr direkt mit den Schnittstellen des ERP arbeiten dürfen. Zugelassen sind hauseigene Bausteine, deren Preise ab 2027 noch nicht bekannt sind.
Aus Betriebssicht ist ein kontrollierter Zugang nachvollziehbar. Ein Agent entscheidet selbst, welche Abfragen er stellt und wann er bucht. Ohne klare Rechte und Protokolle entstehen Lastspitzen und Fehlbuchungen, die niemand geplant hat. Gleichzeitig legt der Anbieter des einzigen erlaubten Wegs auch dessen Kosten fest.
Für mittelständische Unternehmen mit einem sauberen Cloud-Standard ist das vor allem eine Planungsaufgabe. Wir empfehlen, zuerst zu erfassen, welche Werkzeuge heute schon auf das ERP zugreifen. Neue Agenten sollten nur auf zugelassenen Wegen entstehen. Und die Konditionen für die KI-Bausteine gehören in die nächste Vertragsverlängerung und sollten dort schriftlich festgehalten werden.