Im Mai 2026 hat SAP an ihrer Hauskonferenz das autonome Unternehmen ausgerufen. Hinter dem Begriff steht diesmal mehr als eine Vision: Über fünfzig fachbereichsbezogene Assistenten in Finanzen, Lieferkette, Beschaffung, Personal und Kundenbetreuung sollen mehr als zweihundert spezialisierte Agenten steuern. Die Verwaltungsschicht dafür ist für das dritte Quartal 2026 angekündigt.
Der entscheidende Baustein ist weniger spektakulär, aber wichtiger: ein semantisches Modell, das Geschäftsobjekte und ihre Beziehungen beschreibt. Agenten arbeiten damit auf belegter Unternehmensrealität statt auf frei erzeugtem Text.
Für mittelständische Betriebe heisst das nicht, sofort Agenten einzuführen. Es heisst, jetzt eine Steuerungslogik festzulegen: Wer darf was auslösen, wo bleibt eine menschliche Freigabe, und wie wird nachvollziehbar, was ein Agent getan hat.